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Gesundheitsnews



Psychotherapie-Reform: Es hat sich wenig geändert
Psychotherapie-Reform: Es hat sich wenig geändert


Eigentlich sollten Menschen in psychischen Krisen seit der Psychotherapie-Reform von April 2017 schneller einen Termin bei einem Psychotherapeuten bekommen. Eigentlich. In Wirklichkeit hat sich nicht viel geändert. Und dass die Versorgung insbesondere auf dem Land weiterhin unzureichend ist, beweist ein Brandbrief eines Hausarztes, der sich an die Deutsche DepressionsLiga e.V. gewandt hat.

Knapp ein Jahr nach der bundesweiten Psychotherapie-Reform im April 2017 hat sich nach Ansicht von Experten so gut wie nichts geändert, geschweige denn verbessert. Laut einem Bericht des „Spiegel“ schätzt die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung, „dass Versicherte trotz Reform mehr als 15 Monate auf den Beginn ihrer Behandlung warten, in manchen Regionen vergeht noch mehr Zeit“. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, wird in dem Bericht mit den Worten zitiert: „Es ist eine Illusion zu glauben, dass es durch die Reform keine Wartezeiten mehr gäbe.“

Laut Psychotherapeuten- und Verbraucherverbände lehnten die Krankenkassen trotz Reform die Kostenerstattung ab, wenn sich Versicherte auch bei staatlich anerkannten Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung um einen Termin bemühten. Von hohen bürokratischen Hürden ist die Rede.

Für Waltraud Rinke, Vorsitzende der Deutschen DepressionsLiga e.V., ist dieser Zustand untragbar: „Wir können noch so viel Aufklärungs- und Antistigma-Arbeit betreiben, wenn in der Praxis Betroffenen nicht schnell geholfen wird.“ Wer beispielsweise typische Depressionssymptome aufweist, der darf nicht allein gelassen werden, so Rinke.

Wer medizinische Hilfe benötigt oder Rat sucht, für den ist meist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Aber auch hier ist die Situation nicht rosig. Aufgrund des Hausärztemangels insbesondere auf dem Land haben Ärzte oftmals nicht die notwendige Zeit, um auf psychische Erkrankungen bzw. Symptome ausreichend einzugehen. Dies geht auch aus einem Brief hervor, den ein Hausarzt aus Niedersachen an die Deutsche DepressionsLiga e.V. geschrieben hat. Mit Einverständnis des Arztes ist sein Schreiben hier mit angefügt. Auf seinen Wunsch hin ohne Namen.

Dieser Brief sowie die erste Bilanz zur Psychotherapie-Reform beweisen, dass es um die medizinische Versorgung, gerade bei psychischen Notfällen, nicht gut bestellt ist in Deutschland. In Zeiten, in denen stets von der „Volkskrankheit Depression“ gesprochen wird, darf dies nicht sein.

Das Schreiben des Hausarztes im Wortlaut:

„Ich bin Hausarzt in einer ländlichen Region in Niedersachsen. Immer wieder wird erwähnt, dass Patienten mit Depressionen sich sehr schnell Hilfe suchen sollten. Zum Beispiel den Hausarzt, beim Auftreten von typischen Symptomen über einen längeren Zeitraum hinweg den Facharzt.

Hier auf dem Land hat eine Hausarztpraxis nach der anderen keinen Nachfolger. Ich bin aktuell aufgrund der Konzentration bei fünf Minuten pro Patient Gesprächszeit angekommen. Mehr geht nicht mehr im Durchschnitt. Für psychologische Gespräche fehlt leider völlig die Zeit. Vor einiger Zeit musste ich einen depressiven Patienten drei Mal in die Psychiatrie einweisen, und drei Mal wurde er wegen Bettenmangels nicht aufgenommen. Erst bei der vierten Einweisung mit Rettungswagen (nach Suizidversuch) wurde er aufgenommen: Dann aber gleich sechs Wochen behandelt.

Wenn wir versuchen, Termine beim Psychotherapeuten zu vereinbaren, dauert es sechs Monate! Natürlich gibt es die Möglichkeit, über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung einen Vorab-Gesprächstermin zu vereinbaren: Der ist aber nur Formsache und nützt nicht wirklich. Da durch diese Servicestellen auch nicht mehr Gesprächszeit generiert werden kann, ist die Warterei auf einen reellen Platz eben trotzdem dann sechs Monate.

Aber immer wieder werden Patienten ermuntert, sich sofort Hilfe zu suchen bei Depressionen. Die Tür der Hausärzte ist die einzige, die überhaupt offensteht.
Der Hausarzt hat aber wiederum gar keine Zeit! Zu anderen Stellen wird ein depressiver Patient nicht durchgelassen.

Seit dem Suizid des Fußballnationaltorwartes Robert Enke wird vermehrt und zurecht für die wichtige frühe Hilfe in der Öffentlichkeit Werbung gemacht. Aber sollte man nicht mal so ehrlich sein und zugeben, dass die frühe Hilfe zwar sinnvoll ist, praktisch jedoch gar nicht umsetzbar und vorhanden ist?

Das Ende vom Lied ist, dass die Patienten beim Hausarzt immer öfter aufschlagen, weil sie sonst nirgendwo Gehör finden. Nur irgendwann wird der Hausarzt auch mal depressiv, wenn aus o.g. Gründen die Überlastung auch durch das Anspruchsdenken der Bevölkerung ins Unerträgliche steigt. Die Realität ist: Es gibt weder genug Ärzte noch Therapeuten für schnelle Hilfe!

Deshalb muss in der Öffentlichkeit viel mehr Werbung gemacht werden auch für ehrenamtlich tätige Selbsthilfegruppen und ähnliche Organisationen, die für Betroffene eine wichtige Unterstützung sein können!

Auch eine bessere Aufklärung der Hausärzte, wie sie depressive Patienten an solche Organisationen anbinden können, oder wie sie allgemein depressiven Patienten helfen können, obwohl sie selber kaum Zeit haben und auch keinen Therapeuten oder Facharzt zeitnah vermitteln können, scheint dringend erforderlich zu sein.“


Umfrage: Gesetzesinitiative zur Pflege trifft den Nerv
Umfrage: Gesetzesinitiative zur Pflege trifft den Nerv


Umfrage: Gesetzesinitiative zur Pflege trifft den Nerv

Mit der Ankündigung dreier Gesetzespakete noch vor dem Sommer hat die Regierung erste Prioritäten in Sachen Gesundheitspolitik gesetzt: Themen sind Stärkung der Pflege und eine bessere medizinische Versorgung. Vor allem das Top-Thema "Pflege" trifft den Nerv der Menschen in Deutschland, wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt: 97 Prozent aller Befragten sehen es als vorrangige Aufgabe der Regierung, für bessere Arbeitsbedingungen in Pflegeheimen und Krankenhäusern zu sorgen. Etwas geringer fiel die Zustimmung unter den privat Versicherten aus: Hier sehen 93 Prozent Priorität bei der Stärkung der professionell Pflegenden. Die Regierung plant ein "Sofortprogramm", um neue Stellen in der Pflege zu schaffen, und eine "konzertierte Aktion Pflege". Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK, erklärt: "Der Bedarf an ausgebildeten und motivierten Pflegekräften ist erkennbar groß. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dass die Politik auch die heute schon professionell Pflegenden in den Blick nimmt, damit diese Pflegeprofis auch im Job bleiben. Dafür müssen diese für unsere Gesellschaft so wichtigen Berufe langfristig attraktiver werden."

 
Mehr Zeit mit dem Arzt ist Menschen wichtiger als Wartezeiten

Die zweite von der Regierung angekündigte Initiative betrifft die Versorgung. Die Wartezeiten auf Arzttermine sollen kürzer werden. Drei von vier Befragten (76 Prozent) sehen darin eine vorrangige Aufgabe der Politik - besonders hoch ist die Zustimmung in Nordrhein-Westfalen (82 Prozent) und unter allein Lebenden (82 Prozent). Dafür zu sorgen, dass Ärzte mehr Zeit für Patienten haben, sehen 85 Prozent als wichtigen politischen Auftrag - also sogar noch mehr als beim Thema Wartezeiten.

 
Notaufnahmen entlasten

Auch weitere Gesundheitsthemen treiben die Menschen in Deutschland um: 73 Prozent sind der Meinung, dass sich die neue Regierung um die überfüllten Notaufnahmen kümmern muss. 86 Prozent halten es für sinnvoll, in Krankenhäusern spezielle Arztpraxen einzurichten, die den Patienten die Entscheidung "Notaufnahme" oder "ambulante Praxis" abnehmen. Besonders hoch ist die Zustimmung bei denjenigen mit Volks- oder Hauptschulabschluss sowie unter Großstädtern. Die Umfrage ergab zudem, dass von jenen Befragten, die sich auf eigene Initiative in die Notaufnahme aufgemacht hatten, nur 40 Prozent vor Ort tatsächlich medizinische Notfallmaßnahmen benötigten. Bei sechs von zehn Besuchern gab es vor Ort Entwarnung www.tk.de, Webcode 978652).


Heilende Kapsel für Magen und Darm
Heilende Kapsel für Magen und Darm


Drückt man die Kapsel zusammen, vermischen sich ein Feststoff und eine Flüssigkeit, die zuvor getrennt waren. Das therapeutische Gas entsteht und tritt aus. Die Kapsel wird via Stuhl ausgeschieden.

Eine Kapsel, die geschluckt wird und im Magen oder Darm ein therapeutisches Gas freisetzt: Für die Entwicklung eines solchen Medikaments erhalten Pharmazeuten der Uni Würzburg 500.000 Euro.

Wenn es um Kohlenmonoxid geht, denken die meisten Menschen zuerst an ein gefährliches Gas, das zum Beispiel in Motorabgasen enthalten ist. In sehr geringen Konzentrationen kommt Kohlenmonoxid aber auch natürlicherweise im Organismus des Menschen vor: Hier entfaltet es unter anderem anti-entzündliche Wirkungen.

„Entzündungen des Darms zum Beispiel können durch geringe Konzentrationen von Kohlenmonoxid gelindert werden“, sagt Professor Lorenz Meinel, Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Und auch eine spezielle Form von Magenlähmung, die häufig bei Diabetikern auftritt, lässt sich durch das Gas vermutlich positiv beeinflussen.

Doch Gase verflüchtigen sich schnell. Darum ist es relativ schwierig, sie in Form eines einfach anzuwendenden Arzneimittels im Körper gezielt an einen speziellen Wirkungsort zu bringen. Professor Meinels Team möchte hier Abhilfe schaffen: Es arbeitet an einer Kapsel, die geschluckt wird und kleine Mengen Kohlenmonoxid erst dort freisetzt, wo sie wirken sollen: im Magen oder im Darm.

Mit „Medical Valley Award“ ausgezeichnet

Diese innovative Idee der JMU-Forscher wurde nun prämiert: Sie gehört zu den Preisträgern in der ersten Runde des „Medical Valley Awards“. Damit verbunden ist eine Förderung in Höhe von 500.000 Euro. Das Geld kommt vom bayerischen Wirtschaftsministerium und soll dazu dienen, die medizinische Innovation in eine Unternehmensgründung münden zu lassen.

Lorenz Meinel und seine Mitarbeiter Cornelius Hermann, Chris Hopper und Dr. Christoph Steiger bekamen den Preis Ende Februar 2018 bei einer Festveranstaltung des Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) e. V. in Erlangen überreicht. Zusammen mit ihnen wurden vier weitere Forschungsteams aus Bayern ausgezeichnet. Die Prämien überreichte die damalige Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Mit dem Geld will das Team der JMU im Lauf der kommenden zwei Jahre das Projekt in eine Start-up-Firma überführen. Dazu müssen Kapsel und Wirkstoff noch in einer Qualität hergestellt werden, die den Anforderungen der pharmazeutischen Industrie entspricht.

Lösungen für die Medizin von morgen

Bei der Festveranstaltung, der „Medical Valley Innovation Night“, stand die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Vordergrund: 15 Startups und Forschungsprojekte stellten Lösungen für die Medizin von morgen vor. Die Bandbreite reichte von miniaturisierten, energieautarken Schließsystemen für Inkontinenzpatienten über intelligente Pflegepflaster für Demenzkranke bis hin zur digitalen Diagnostik für die Immuntherapie von Krebspatienten.

Fakten zum Medical Valley EMN e.V.

Der Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) e. V. wurde 2007 gegründet, um die Entwicklung, Koordination und Vermarktung des Medizintechnik-Clusters zu steuern. Konkret übernimmt der Verein zentrale Clusteraufgaben und steht mit Beratungsdienstleistungen zur Seite. Er organisiert unter anderem den Wissensaustausch im Netzwerk, vermarktet den Cluster national und international oder berät bei Unternehmensgründungen.